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In eigener Sache – Blogpause für 1 (eine) Woche

Posted by sura1 - 18. April 2009

april18
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In eigener Sache – Blogpause für 1 (eine!) Woche

Ich möchte den Besuchern und treuen Lesern meines Blogs mitteilen, dass ich in der Zeit

vom 19. April bis zum 26. April 2009

keine Artikel veröffentlichen werde.

Grund: Gesundheits-Check wegen meiner Spenderniere im AKH Wien

Mein nächster Artikel erscheint wieder am Montag, dem 27. April 2009!

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Nierentagebuch: alle Untersuchungen sind in Ordnung

Posted by sura1 - 1. Juli 2008

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2 Jahre mit Spenderniere ohne Probleme überstanden!

Am Donnerstag, dem 26. Juni 2008 hatte ich die letzte Untersuchung anläßlich meines sogenannten 2-Jahres-Checks! Als letzte Untersuchung hatte ich eine Darmspiegelung ( Coloskopie ).

Alle Werte sind im grünen Bereich und die gesamten Untersuchungen haben Gottseidank nur ein Ergebnis gebracht:

Es ist alles in bester Ordnung!!

Hier das Ergebnis meiner Darmuntersuchung:

Die Ergebnisse der anderen Untersuchungen finden Sie in der Kategorie NIERENTRANSPLANTATION oder auf der Seite ARTIKELVERZEICHNIS in der Rubrik Nierentransplantation:2-Jahres-Check: Alles im grünen Bereich vom 27. Mai 2008

Wie das Leben so spielt: Ich bin am vorigen Donnerstag im Wartesaal vor der Darmuntersuchung mit einem anderen Patienten ins Gespräch gekommen. Er hatte etwas Angst vor der Untersuchung – ich konnte ihn beruhigen und ihm mitteilen, dass die Coloskopie gar nicht so schlimm ist (nur Gerüchte!).

Im Laufe des Gespräches habe ich ihm auch von meiner Nierentransplantation erzählt. Er sagte mir darauf, dass seine Mutter vor einem Jahr gestorben war. Sie hatte auch eine Spenderniere – und zwar 26 (!) Jahre lang. In der gesamten Zeit gab es nie größere Probleme mit der Niere!

Ich mit meinen 2 Jahren bin also gerade erst am Anfang – die Geschichte dieses Mannes hat mir jedoch gezeigt, welche Möglichkeiten es gibt, was die Funktionsdauer der Spenderniere betrifft.

Wenn ich nur die Hälfte dieser Zeit mit der Niere schaffen sollte, bin ich schon froh!

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2 Jahre Leben mit Spenderniere

Posted by sura1 - 4. Juni 2008

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Heute genau vor 2 Jahren habe ich meine Spenderniere bekommen. Die Operation im AKH Wien begann um 06,00 Uhr und dauerte ca. 4 Stunden.

Die Spenderniere kam aus Brüssel und stammt von einem 40-jährigen Belgier, welcher am 3. Juni 2006 mit dem Motorrad tödlich verunglückt ist.

Ich bin dem Schicksal unendlich dankbar, dass ich das seltene Glück hatte, nach relativ kurzer Wartezeit eine Spenderniere zu erhalten.

Mir geht es heute ausgezeichnet – die Spenderniere arbeitet ohne Probleme und ich hoffe, dass sie dies auch noch viele, viele Jahre tun wird!

Artikel über die Blutwäsche – entnommen aus der freien Enzyklopädie WIKIPEDIA:

Die Dialyse (gr. διάλυσις dialysis „Auflösung“) ist ein Blutreinigungsverfahren („Künstliche Niere“).

Ein Hämodialysegerät (Gambro AK 200)

Sie wird angewandt, wenn es zu einem Nierenversagen kommt. Die Dialyse ist neben der Nierentransplantation die wichtigste Nierenersatztherapie bei chronischem Nierenversagen und eine der Behandlungsmöglichkeiten bei akutem Nierenversagen.

Die weltweit erste „Blutwäsche“ (wie sie damals hieß) beim Menschen wurde 1924 von Georg HaasWillem Kolffs Trommeldialysegerät auf der Basis von semipermeablen Schläuchen aus Zellophan 1945. Diese künstliche Membran erlaubte eine kontrollierte Blutreinigung von definierten Stoffmengen.

Ein Hämodialysegerät (Gambro AK 200)

Mehr zur Technik der Dialyse siehe Dialysegerät.

Ein Dialysegerät ermöglicht die patientenspezifische Entfernung gelöster Substanzen (z. B. Harnstoff, Kreatinin, Vitamin B12 oder β2-Mikroglobulin) sowie gegebenenfalls eines definierten Wasseranteils aus dem Blut bei Nierenersatzbehandlungen. Sie werden sowohl für die Hämodialyse als auch die Hämodiafiltration eingesetzt.


Ein Hämodialysegerät (FMC 4008)

Ein Hämodialysegerät FMC 4008

Dialysegeräte bestehen aus zwei getrennten Kreisläufen für die extrakorporale Blutzirkulation und das sogenannte Dialysat, deren Zusammenwirken in Abhängigkeit von den jeweiligen Erfordernissen geregelt wird.

Das Herzstück des Dialysegerätes stellt der Dialysator dar, in dem durch eine semipermeable Membran von 1,2 bis 1,8 m2 der Stoffaustausch zwischen Blut und Dialysat stattfindet.

Sowohl der Dialysat- als auch der extrakorporale Blutkreislauf setzen sich aus mehreren Einheiten zusammen, die der Vorbehandlung bzw. Nachbereitung dienen. Dialysatseitig wird zunächst das in speziellen Anlagen aufbereitete Reinwasser auf physiologische Temperaturen erwärmt, um eine Unterkühlung (Hypothermie) bzw. Überhitzung des Patienten zu vermeiden. Die zusätzliche Entgasung dient der Vermeidung von Gasblasen in der Flüssigkeit, die sich auf der Membran des Dialysators absetzen und damit die Effektivität des Stoffaustausches reduzieren würden.

Das Dialysat wird aus diesem vorbehandelten Reinwasser unter Zusatz von Elektrolyten und gegebenenfalls Glucose hergestellt, wobei in der Regel die Zusammensetzung und Menge der Elektrolyte an den individuellen Bedürfnissen des Patienten ausgerichtet wird.

Ein größerer technischer Aufwand ist für die Regelung der Ultrafiltrationsrate erforderlich, da diese mit Werten von maximal 10 ml/min nur einen Bruchteil des Gesamtdialysatflusses von etwa 500 ml/min ausmacht. Es existieren dazu verschiedene mehr oder weniger komplexe technische Systeme, z. B. das Tank-Rezirkulationssystem oder das Semi-Single-Pass-System, die eine kontinuierlich geregelte Ultrafiltration erlauben. Diese erfolgt im allgemeinen durch Abzug der gewünschten Rate aus dem Gesamtsystem mittels einer Pumpe. Der daraus resultierende Unterdruck reguliert den Transmembrandruck und damit auch die Ultrafiltrationsrate im Dialysator.

Der Blutkreislauf besteht im wesentlichen aus einem arteriellen und einem venösen Schlauchsystem. Im arteriellen Schlauchsystem befinden sich in der Regel

  • eine Zugabestelle für Medikamente

  • ein Druckaufnehmerschlauch für die arterielle Druckmessung

  • ein Pumpenschlauch, der in die Blutpumpe (Schlauchpumpe) eingelegt wird

  • ein Schlauchanschluss für eine Heparinspritze

  • ein Blasenfänger zum Abfangen von Luftblasen

Das venöse Schlauchsystem, welches das Blut wieder dem Patienten zuführt, enthält ebenfalls einen Blasenfänger sowie einen Druckaufnehmerschlauch zur venösen Druckmessung.

Zur Sicherstellung einer für den Patienten gefahrlosen Behandlung sind in das Dialysegerät verschiedene Mess- und Überwachungseinrichtungen integriert. So erfolgt beispielsweise die Überprüfung der Blutleckage im Dialysator durch Messen der Eintrübung des Dialysats mittels optischer Methoden. Darüber hinaus werden Sensoren zur Temperatur-, Druck-, Volumenstrom- und Leitfähigkeitsmessung eingesetzt.

Moderne Dialysegeräte erlauben zudem das Abfahren patientenspezifischer Profile mit z. B. über der Zeitdauer einer Dialysebehandlung variierender Dialysatzusammensetzung oder einer ebenfalls zeitlich variierenden Ultrafiltrationsrate, die sich am gemessenen relativen Blutvolumen des Patienten orientieren.

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Die ersten Wochen mit der Spenderniere

Posted by sura1 - 22. Mai 2008

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Ich kam, wie gesagt, am 16. Juni 2006 am späten Nachmittag in meiner Wohnung in Globasnitz an. Obwohl ich hundemüde war, durfte ich nicht schlafen gehen, denn an diesem Tag fanden noch 2 Spiele der Fußball-WM 2006 statt.

Am nächsten Tag habe ich dann zuerst meine Mutter aufgesucht und ihr von meiner Operation erzählt. Obwohl ich schon seit mehr als 20 Jahren aus dem Elternhause bin, sorgt sie sich noch immer um uns alle, als ob wir noch kleine Kinder wären. Meine 7 Geschwister (4 Brüder, 3 Schwestern) und ich haben eine ausgesprochen gute Beziehung zu unserer Mutter.

Es vergeht kein Tag, an dem nicht zumindest eines der Kinder bei der Mutter zu Besuch ist. Kurioserweise leben wir alle in einem Umkreis von nicht mehr als 5 Kilometer vom Elternhaus entfernt. Somit haben wir keine großen Distanzen zurückzulegen und sind bei unserer Mutter immer willkommen. Immer hat sie ein offenes Ohr für unsere Sorgen, wir erzählen ihr dafür die letzten Neuigkeiten. Außerdem steht bei ihr immer etwas zu Essen am Tisch – es ist einfach schön, nach Hause zu kommen!!

Die nächsten Tage vergingen für mich wie in Trance. Ich war in einem absoluten Hoch – auch wenn ich wegen der Transplantation natürlich die erste Zeit sehr auf meinen Körper aufpassen mußte. Ich durfte die erste Zeit nur mit einer Schutzmaske unter die Leute. Doch das machte mir nichts aus. Außerdem wurde ich durch die Fußball-WM so abgelenkt, dass ich gar nicht richtig merkte, mit meinem Körper wäre etwas nicht so wie sonst.

Man kann sich als Außenstehender gar nicht vorstellen, wie es ist, wenn man nicht mehr 3x in der Woche zur Dialyse fahren muß. Mir ging es nämlich in der letzten Zeit bei der Blutwäsche sehr schlecht. Ich hatte große Probleme mit dem Blutdruck, daneben tat mir der Shunt sehr weh. Die Schmerzen in meiner linken Hand waren kaum mehr auszuhalten.

In den folgenden Wochen hatte ich mehrere Kontroll-Termine. Gottseidank arbeitete meine Spenderniere jedoch ohne Probleme; alle Werte waren im Normbereich und sind es bis heute geblieben.

Schon nach wenigen Tage begann ich dann wieder, meine Farben und Pinsel herauszukramen und die nächsten Kunstwerke herzustellen. Ich war in dieser Zeit sehr kreativ und habe in einem Monat über 50 Bilder (Aquarelle, Acrylbilder) und verschiedene Gips-Skulpturen hergestellt.

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Mein Leben mit der Spenderniere

Posted by sura1 - 14. Mai 2008

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Nierentransplantation am 4. Juni 2006

Am Samstag, dem 3. Juni 2006 saß ich am Vormittag um ca. 10,30 Uhr in meinem Wohnzimmer. Ich hatte gerade etwas gegessen und sah mir nun einen Film im Fernsehen an.

Da klingelte plötzlich das Telefon; ich sah, dass der Anruf von der Dialysestation war! Zu diesem Zeitpunkt konnte ich jedoch nicht wissen, dass für mich eine Spenderniere zur Verfügung stehen würde. Ich bekam sehr oft am Tage einer Blutwäsche Anrufe von meinem Arzt. Man hatte schon mehrmals den Dialyse-Termin verschoben oder vorverlegt.

Doch dieser Anruf war anders. Die zuständige Krankenschwester sagte mir, ich solle meine Koffer packen und umgehend zur Blutwäsche nach Klagenfurt kommen. Man hatte für mich nach einer Wartezeit von kaum etwas mehr als 7 Monaten eine Spenderniere gefunden. Die Niere würde aus Brüssel nach Wien geflogen, der für mich bis heute unbekannte Spender sei bei einem Motorradunfall ums Leben gekommen. Das war das einizige, was ich über die Niere erfahren sollte.

Mein Herz fing wie wild an zu pochen, ich wußte nicht, was ich denken sollte. Ich war so erfreut, dass ich zuerst gar nicht wußte, was ich machen sollte. Ich packte in aller Eile meine schon vorbereiteten Sachen und rief meine Ex-Frau an. Obwohl wir schon seit fast einem Jahr getrennt voneinander lebten, kamen wir noch immer sehr gut miteinander aus. Das hat sich auch bis heute nicht verändert.

Also! Meine Ex-Gattin Annemarie brachte mich mit dem Auto zur Dialysestation nach Klagenfurt. Ich wurde ein letztes Mal an das Dialyse-Gerät angeschlossen. Um ca. 16,00 Uhr war ich mit der Blutwäsche fertig. Danach wurde ich mit einem Rettungswagen des Roten Kreuzes Klagenfurt in das Allgemeine Krankenhaus nach Wien (AKH) gefahren. Begleitet wurde ich dabei wieder von Annemarie. Ich hatte sie darum gebeten und wie selbstverständlich fuhr sie mit nach Wien, um mir in den schweren Stunden zu helfen und mir beizustehen.

Gegen 19,30 Uhr kamen wir in Wien im AKH an. Ich wurde stationär aufgenommen; danach mußte ich mehrere Test bestehen, bis feststand, dass ich die neue Niere bekommen könnte. Ich habe mich dann von meiner Ex verabschiedet; sie fuhr mit dem Rettungswagen wieder nach Kärnten.

Für mich begann danach die längste Nacht meines Lebens. Nachdem die letzten Tests bestätigten, dass die Niere aus Belgien transplantiert werden kann, wurde der Termin für die Operation für 06,00 Uhr des nächsten Tages festgesetzt. Ich sollte also genau am Pfingssonntag des Jahres 2006 die Spenderniere bekommen.

Es geht endlich los……

Ich konnte in der Nacht vor der Operation kein Auge zumachen; ich war einfach zu nervös. Mir gingen die wildesten Gedanken durch den Kopf. Irgendwie hatte ich Angst, auf der anderen Seite freute ich mich unheimlich, weil damit die quälende 3-malige Blutwäsche pro Woche endlich ein Ende haben würde.

Als in knapp vor 06,00 Uhr in den Operationssaal geschoben wurde, war ich dann so ruhig, wie noch nie in meinem Leben. Ich hatte absolut keine Angst mehr – vielmehr freute ich mich; ich war fest davon überzeugt, dass alles gutgehen würde. Mit diesen Gedanken bin ich dann am Operationstisch eingeschlafen……

Soweit ich mich heute noch erinnern kann, war meine erste Frage an die Krankenschwester im Aufwachraum, ob die Spenderniere schon „angesprungen“ sei. Sie lachte und sagte, dass alles in Ordnung sei und die Spenderniere noch am Operationstisch ihre Tätigkeit aufgenommen hatte. Obwohl ich durch die Narkose noch einigermaßen betäubt war, freute ich mich wie ein kleines Kind.

Als ich nach einiger Zeit in mein Krankenzimmer geschoben wurde, hatte ich nichts besseres zu tun als die Krankenschwester nach meinem Handy zu bitten. Ich habe so ziemlich alle Personen, deren Telefonnummer ich gespeichert hatte, angerufen. Meine Mutter hat mir am nächsten Tag mitgeteilt, dass ich ziemlich wirre Sachen mit ihr am Telefon besprochen hatte. Auch meine 3 Schwestern und 4 Brüder und all die anderen Freunde und Bekannten waren sehr überrascht, dass ich schon so bald nach der Operation rumtelefonierte und wirres Zeug redete.

Ich hatte all die Telefonate bereits zwischen 14,00 Uhr und 15,00 Uhr geführt!! Kaum 5 Stunden nach der Operation!!!!

Das ist mein Bett in Krankenzimmer im AKH in Wien; hier verbrachte ich die nächsten 12 Tage.

Louis Armstrong – What A Wonderful World

Interessante Links zur Nierenspende:

de.wikipedia/Nierentransplantation
www.nierenlebendspende.de

Demnächst hier: meine ersten Tage mit der Spenderniere…………

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