Sura 1 Artworks

Acrylmalerei, Mischtechniken, Webdesign

Die ersten Wochen mit der Spenderniere

Posted by sura1 - 22. Mai 2008

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Ich kam, wie gesagt, am 16. Juni 2006 am späten Nachmittag in meiner Wohnung in Globasnitz an. Obwohl ich hundemüde war, durfte ich nicht schlafen gehen, denn an diesem Tag fanden noch 2 Spiele der Fußball-WM 2006 statt.

Am nächsten Tag habe ich dann zuerst meine Mutter aufgesucht und ihr von meiner Operation erzählt. Obwohl ich schon seit mehr als 20 Jahren aus dem Elternhause bin, sorgt sie sich noch immer um uns alle, als ob wir noch kleine Kinder wären. Meine 7 Geschwister (4 Brüder, 3 Schwestern) und ich haben eine ausgesprochen gute Beziehung zu unserer Mutter.

Es vergeht kein Tag, an dem nicht zumindest eines der Kinder bei der Mutter zu Besuch ist. Kurioserweise leben wir alle in einem Umkreis von nicht mehr als 5 Kilometer vom Elternhaus entfernt. Somit haben wir keine großen Distanzen zurückzulegen und sind bei unserer Mutter immer willkommen. Immer hat sie ein offenes Ohr für unsere Sorgen, wir erzählen ihr dafür die letzten Neuigkeiten. Außerdem steht bei ihr immer etwas zu Essen am Tisch – es ist einfach schön, nach Hause zu kommen!!

Die nächsten Tage vergingen für mich wie in Trance. Ich war in einem absoluten Hoch – auch wenn ich wegen der Transplantation natürlich die erste Zeit sehr auf meinen Körper aufpassen mußte. Ich durfte die erste Zeit nur mit einer Schutzmaske unter die Leute. Doch das machte mir nichts aus. Außerdem wurde ich durch die Fußball-WM so abgelenkt, dass ich gar nicht richtig merkte, mit meinem Körper wäre etwas nicht so wie sonst.

Man kann sich als Außenstehender gar nicht vorstellen, wie es ist, wenn man nicht mehr 3x in der Woche zur Dialyse fahren muß. Mir ging es nämlich in der letzten Zeit bei der Blutwäsche sehr schlecht. Ich hatte große Probleme mit dem Blutdruck, daneben tat mir der Shunt sehr weh. Die Schmerzen in meiner linken Hand waren kaum mehr auszuhalten.

In den folgenden Wochen hatte ich mehrere Kontroll-Termine. Gottseidank arbeitete meine Spenderniere jedoch ohne Probleme; alle Werte waren im Normbereich und sind es bis heute geblieben.

Schon nach wenigen Tage begann ich dann wieder, meine Farben und Pinsel herauszukramen und die nächsten Kunstwerke herzustellen. Ich war in dieser Zeit sehr kreativ und habe in einem Monat über 50 Bilder (Aquarelle, Acrylbilder) und verschiedene Gips-Skulpturen hergestellt.

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