Sura 1 Artworks

Acrylmalerei, Mischtechniken, Webdesign

9. Juni 2006 – Niere arbeitet problemlos

Posted by sura1 - 17. Mai 2008

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Die Fortschritte nach der Operation waren…..(sagenhaft!!!)

Ich hatte nun die ersten Tage im AKH in Wien erfolgreich hinter mich gebracht. Ich durfte das Krankenhaus für kurze Spaziergänge verlassen, mein Appetit war sagenhaft und auch körperlich fühlte ich mich wohl wie schon lange nicht mehr. Außerdem freute ich mich, dass endlich die Fußball-WM in Deutschland beginnen würde.

Extra für diesen Zweck lies ich mir von meiner Ex-Gattin einen kleinen Fernseher ins AKH bringen, damit ich ja alles Spiele live verfolgen konnte. Am Samstag, dem 10. Juni 2006 habe ich dann bis zu meiner Entlassung aus dem Krankenhaus jeden Tag alle Spiele im Fernsehen mitverfolgt und mit meinen Favoriten mitgezittert.

In der Zwischenzeit hatte ich auch einen Zimmerkollegen bekommen. Dieser war auch Fußball-Fan. Er war ein großer Zocker und hat ziemlich viel gewettet. Durch ihn bin ich dann zu den Sportwetten gekommen und haben in der nächsten Zeit jeden Tag die Trafik im Erdgeschoß aufgesucht, um einige Euro auf die WM-Spiele zu wetten. Dadurch und durch die Spiele selbst wurde ich von meiner Operation und meiner darauf folgenden Gesundung so abgelenkt, dass ich gar nicht das Gefühl hatte, im Krankenhaus zu sein. Vielmehr kam es mir vor, ich läge zu Hause und würde mit meinen Freunden das Wettbüro aufsuchen und dort die Spiele ansehen.

Die nächsten Tage vergingen wie im Fluge. Ich hatte jeden Tag irgendjemanden zu Besuch – am Freitag, dem 9. Juni wurde mein Blasenkatheter entfernt. Durch diese Maßnahme wurde meine Bewegungsradius größer und ich konnte mich im gesamten Gelände frei und ohne Einschränkungen bewegen.

Die behandelnden Ärzte waren von meinen Fortschritten sehr überrascht. Es ist nicht unbedingt üblich, dass ein Patient bereits einen Tag nach der Transplantation aufsteht und nach 2 Tagen bereits im Krankenhaus herumläuft und Zeitschriften einkaufen geht. Die Aussichten, schon bald nach Hause entlassen zu werden, waren sehr groß; ich mußte somit nur noch warten, bis die Nähte gezogen werden.

Ich war sehr neugierig und lies mir von den Ärzten alles genau erklären. Ganz besonders interessierten mich die vielen Medikamente, welche in in den ersten Tagen in Unmengen zu mir nehmen mußte. Dabei wurde mir erklärt, dass die Immunsuppressiva die wichtigsten Tabletten seien, weil diese die Funktionen des Immunsytems unterdrücken und somit die Abstoßung der transplantierten Niere verhindern.

Informationen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Immunsuppressivum

Mir wurden 2 Medikamente verschrieben, welche die Abstoßung des Transplantates verhindern sollen:

  • Rapamune 4mg
  • Myfortic 720 mg

Sirolimus (Rapamune®)

Sirolimus (Rapamune®) gehört gemeinsam mit dem Medikament Everolimus (Certican®) in die Gruppe der Makrolidantibiotika und wird mit Hilfe von Bakterien hergestellt. In der chemischen Struktur ist es bis auf eine kleine Seitenkette genauso wie Everolimus aufgebaut. In der Zelle wird ein besonderes Eiweiß (Immunophilin) gebunden und führt in einer komplexen Wirkkette zu einer Hemmung des Zellzyklus (Teilungsprozess von Zellen). Auf diese Weise schwächt Sirolimus die körpereigene Abwehr. In der Organtransplantation kann durch dieses Medikament eine Abstoßung verhindert werden.

Wirkmechanismus

Sirolimus wird im Bereich der Organtransplantation zur immunsuppressiven Therapie eingesetzt. Es gehört zur Gruppe der „Proliferationssignal-Hemmer“ (mTOR-Inhibitoren).

Indikation (Einsatzgebiet)

Sirolimus wird zur Vermeidung einer Transplantatabstoßung als immunsuppressive Therapie bei Herz-, Nieren-, Lungen-, Leber- und Pankreastransplantation (nur in Kombination mit anderen immunsuppressiven Medikamenten) eingesetzt.

Weitere Infos erhalten Sie unter:

www.nierenratgeber.de/nierentransplantation/themen/medikamente/
www.pharmazeutische-zeitung.de/

Myfortic®

Diese beiden Medikamente waren von Anfang an die wichtigsten und ich muß sie einnehmen, solange meine Spenderniere arbeiten wird.

www.nierenratgeber.de/nierentransplantation/themen/medikamente/

Nähere Informationen gibt es unter:

Mycophenolsäure (MPA), der Wirkstoff von Myfortic®, gehört zur Gruppe der Antimetaboliten und wirkt als Zellteilungshemmer (Proliferationshemmer). Dabei hemmt MPA die Synthese bestimmter DNA-Bausteine, die zur Neubildung von DNA für die Produktion von Abwehrzellen benötigt werden. Wird die Herstellung von DNA durch das Medikament verhindert, können keine Abwehrzellen (T- und B-Lymphozyten) produziert werden. Das Immunsystem wird wirksam geschwächt. In der Organtransplantation kann dadurch eine Abstoßung verhindert werden.

Wirkmechanismus

Myfortic® wird in der Organtransplantation in Kombination mit anderen Immunsuppressiva (Cyclosporin und Corticosteroiden) zur Prävention akuter Transplantatabstoßungen eingesetzt.

Indikation (Einsatzgebiet)

Myfortic® enthält den Wirkstoff Mycophenolsäure (MPA) als Mycophenolat-Natrium. Das Medikament gehört zur Gruppe der Immunsuppressiva und wird nach Organtransplantation zur Abstoßungsprophylaxe eingesetzt.
Myfortic® ist eine magensaftresistente Formulierung des Wirkstoffs (EC-coated-Mycophenolat-Natrium), die zum Schutz des oberen Magen-Darm-Trakts entwickelt wurde.

demnächst: Entlassung aus AKH, die ersten Tage zu Hause……

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